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HCD-P 100

Leistungsmerkmale:
- ausgedehnter Leistungsbereich
- keine Moden Sprünge
- hohe Plasma- und Radikalendichten
mit exzellenter axialer Homogenität
-
kompatibel mit chemisch reaktiven und nichtreaktive Gasen
- Dauer- und Pulsbetrieb
- geringe Kontamination
- skalierbar
Einsatzgebiete:
- Plasma-unterstützte chemische Gasphasenabscheidung (PE-CVD)
- Plasma-Polymerisation
- Oberflächen-Modifikation
- Plasma-Reinigung
- Plasma-Ätzen
- reaktives und nicht-reaktives Ionen-Ätzen
- Grundlagenforschung in den Materialwissenschaften
Funktionsweise
Hohlkathodenentladungen (Hollow Cathode Discharges) repräsentieren ein
sehr effektives und verhältnismäßig einfaches und kostengünstiges Mittel der Erzeugung
hochdichter Niedertemperatur-Plasmen.
Die Plasmaquelle HCD P-100 arbeitet nach dem Hohlkathodeneffekt. 48 zylindrische
Hohlkathoden sind als hexogonale Matrix angeordnet und bilden das intensive primäre
Plasma. Die Hohlkathoden sind mit dem HF-Generator verbunden und elektrisch vom
Quellengehäuse isoliert. Eine hexagonale Matrix von 48 Öffnungen ist ebenfalls auf der
Unterseite des Quellengehäuses (= Anode) angebracht. Diese dienen der Extraktion
intensiver Plasmajets aus den Hohlkathodenzylindern.
Zwischen den Öffnungen der Plasmajets befinden sich die Öffnungen für die
Monomergaszufuhr. Ein spezielles Gasverteilungssystem sowohl für das Primär- als auch
das Monomergas gewährleistet eine homogene Plasmaausbildung.
Die gesamte Quelle ist aus Aluminium gefertigt, welches eine gute Wärmeleitfähigkeit
besitzt. Zudem zeichnet sich Aluminium durch geringe Oberflächenverluste von angeregten
Spezies und Radikalen aus. Die gesamte Quelle kann durch Regulierung der
Kühlwassertemperatur isotherm betrieben werden.
Leistung:
Es gibt zwei wichtige Parameter, welche die Leistungsfähigkeit und die
technische Anwendbarkeit von Hohlkathodenquellen wie die HCD P-100 beeinflussen. Dies ist
der Arbeitsdruckbereich der (primären) Hohlkathodenentladung und die für den
Plasmadurchbruch (d.h. Zündung) benötigte HF-Leistung. Ist das Plasma einmal gezündet
kann die HF-Leistung über einen weiten Leistungs- und Druckbereich variiert werden,
ohne die Stabilität der Entladung oder der Plasmajets zu beeinträchtigen. Unterhalb
eines Leistungsminimums kann die Entladung nicht weiter aufrecht erhalten werden.
Homogenität
der abgeschiedenen Schichten
Die erreichbare Schichthomogenität sowie die Qualität der durch
Plasmapolymerisation erzeugten Schichten hängt vom Abstand zwischen Substrat und den
Plasmajet-Öffnungen ab. Weiterhin spielt die Verteilung des Gasflusses eine wichtige
Rolle. Detaillierte experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Abstand von 60
mm zwischen Substrat und Plasmajet-Öffnungen einen guten Kompromiss zwischen
Schichthomogenität und Depositionsrate darstellt.
Ein Beispiel für einen PE-CVD Prozess mit der HCD P-100 ist die Abscheidung
diamantähnlicher (DLC) Schichten. DLC-Schichten hoher Qualität wurden bei
Zimmertemperatur abgeschieden. Die ereichte Schicht-Homogenität war besser als 4 % längs
eines 4" Si Wafers (DC-Self Bias des Substrates: -400 V). Insgesamt werden mit der
HCD P-100 hervorragende Schichthomogenitäten sowohl bei der plasmainduzierten
Oberflächenbehandlung als auch der Plasmapolymerisation erreicht.
Kontaminierung
Es wird oft behauptet, dass HCD's dazu neigen, ungewollte parasitäre
Sputtereffekte an den Elektroden aufzuweisen. Aufgrund der speziellen Anregungsgeometrie
gilt diese Aussage jedoch nicht für die HCD P-100 Quellen, da hier das gesamte
Plasmavolumen mit Ausnahme der Plasmajet-Öffnungen eingeschlossen ist. Jede mögliche
Kontaminierung muss ihren Ursprung an der Innenseite der Hohlkathoden-Zylinder haben bzw.
den Plasmajet-Öffnungen der Anode.
Aufgrund der Quellengeometrie ist es jedoch relativ unwahrscheinlich, dass Kontaminationen
(d.h. gesputtertes Aluminium) den inneren Teil der Quelle verlassen können und auf einem
Substrat deponiert werden. Bestätigt wird dies durch folgende Untersuchung: nach zwei
Stunden Betrieb der Quelle (300 sccm Ar, 1 mbar, 400 W) wurde auf der Oberfläche eines Si
Wafers eine Aluminiumkonzentration von nur 0.25 % der Siliziumkonzentration gemessen.
Lebensdauer:
Die HCD P-100 ist ausschließlich aus Aluminium und Keramikteilen zur
elektrischen Isolation gefertigt. Keine Quarzfenster etc. sind notwendig. Da alle
Keramikteile gegen direkte Plasmawechselwirkungen und Sputtern abgeschirmt sind, ist die
Quelle extrem robust und bietet eine ausgedehnte Lebensdauer, die meist über der von
induktiv- oder mikrowellen-angeregten Plasmaquellen liegt.
Technische Daten:
HF-Leistung: 1 - 700 W (13.56 MHz)
Vakuumflansch: DN 250
ISO-K oder größer, CF Flansch optional
Kühlung: Wasser
Druckbereich:
5 - 1000 Pa
Gasflußrate: 5
- 500 sccm (Primärgas)
4 - 100 sccm (Monomer)
Application note:
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