Was ist Plasma?

Führt man Gasen kontinuierlich Energie zu (z.B. in Form elektrischer Felder und Ströme), so gehen sie in einen Zustand über, in dem neutrale Gasmoleküle angeregt und bei weiterer Energiezufuhr positiv geladene Ionen und negativ geladene Elektronen entstehen. In technisch wichtigen Gasen wie z.B. Sauerstoff, Chlor und Fluor können auch negativ geladene Ionen entstehen.

Dieses Gemisch aus neutralen, positiv und negativ geladenen Partikeln bezeichnet man als Plasma.

Plasmen lassen sich durch äußere elektrische und magnetische Felder leicht beeinflussen und steuern. Wegen ihres hohen Energiegehaltes bei gleichzeitig niedriger Temperatur ermöglichen sie Prozesse, die sonst nicht, oder nur sehr langsam und ineffizient ablaufen.

Diese Eigenschaften machen das Plasma zu einem besonders leistungsstarken und flexiblen Instrument mit herausragenden industriellen Anwendungsmöglichkeiten.

 

Plasma im Trend

Die Plasmaoberflächentechnik hat inzwischen eine beachtliche Bedeutung erlangt. In nahezu allen Branchen leistet sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung bei einer Vielzahl von Produkten. Dabei geht es darum, Oberflächen sowohl unter funktionellen als auch ästhetischen Gesichtspunkten zu gestalten.

Die Vielfalt der Verfahren in der Plasma-Oberflächentechnik reicht vom Beschichten, über Modifizieren und Abtragen, der Oberflächenreinigung, der Desinfektion und Sterilisation bis hin zur Neutralisierung toxischer Substanzen in fester und gasförmiger Form.